Berlin - nahezu Heimatgefühle für Katrin, WM-Erinnerungen für Thomi, Flugschrecken für Nadine (die sich aber tapfer - an Matthias - gehalten hat ... vielleicht bringen wir sie ja noch so weit, dass sie gerne fliegt - wenns nur nicht sooo hoch wäre!), Erinnerungen an bisherige Besuche für Matthias und mich. http://www.germanwings.com/index.de.shtml

Der Schöneberger Flugplatz liegt recht weit außerhalb und so gings eine lange S-Bahn-Strecke durch teilweise sehr heruntergekommene Außenbezirke. Aber dann Innenstadt - und noch ein paar Haltestellen bis zu unserem HoSTel. http://www.aurora-hostel.com/ Es war wirklich eine sehr alternative Unterkunft, aber preiswert, günstig gelegen und sauber. Und die Leute waren sehr freundlich, fröhlich und hilfsbereit im Haus.
Nachdem wir alle noch stressige Job-Tage hinter uns gebracht hatten, hatte es mit der gemeinsamen Planung nicht so recht geklappt. Aber kein Problem: wir werden uns eigentlich immer schnell vor-Ort einig, was wir unternehmen wollen. Freitag Abend also erst mal die Umgebung erforschen und Prenzlauer Berg durchstreift. Ein sehr lebendiges, farbenfrohes Viertel. Erst mal mexikanisch Abendessen - an dem warmen Abend im Freien - und die Leute ein bissel beobachten. Dann weiter durch Nadines Lieblingsstraße (pssst ... ich verrate es schon nicht) zum Kollwitzplatz. Kneipe an Kneipe und alle voll .... Gelächter, Gespräche, bunte Lichter, viel Grün ... und lange Wege. So langsam wurde es Zeit, an den Rückweg zu denken, zumal ja auch Tom und Katrin bald eintreffen würden - auch der längste Stau auf der Autobahn musste mal ein Ende finden! Trotzdem, ein Schlenkerer durch die alte Schultheiß-Brauerei musste noch sein. Ein Kunstzentrum der besonderen Art und absolut erlebenswert, hat uns wirklich beeindruckt! http://www.kulturbrauerei-berlin.de/kulturbrauerei/01_home/home.php
Und dann die Überraschung: hoSTel war ohne Frühstück ! und das uns, wo wir doch so gerne frühstücken. Also ohne Kaffee in die Innenstadt gefahren, dort noch ein Blitzfrühstück und dann wars Zeit für unsere Führung im Reichstag: und das hat unser persönlicher Guide, A.R. wirklich supergut gemacht.
Sie bot uns einen unterhaltsamen und informativen Mix von kleinen Begebenheiten am Rande, geschichtlichem Rückblick, realem Politikgeschehen, künstlerischer Gestaltung und ging auf alle unsere Fragen geduldig ein. Herzlichen Dank auch hier nochmals dafür. http://www.bundestag.de/bau_kunst/bauwerke/index.html 
Wir waren im Paul-Löbe-Haus, bekamen Infos über das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus und wurden ausgiebig durch den Reichstag geführt. Hier haben uns ganz besonders die Ostlobby und die Kapelle beeindruckt. Aber auch das Spruchband im Eingangsbereich macht sehr nachdenklich.
Dann noch auf die Kuppel und Berlin von oben genießen.
Und irgendwann gings dann weiter. Thomi machte uns seine persönliche Führung durch den neuen Bahnhof - ist ja irre groß und von außen in der Form gar nicht erkennbar. Und dann zum Sonygebäude. Aber jetzt war lauf-technisch die Luft raus und wir schwangen uns auf die Fahrräder. Damit stand einer Blitz-Besichtigungstour durch die Innenstadt nichts mehr im Wege und rettete uns Touris vor dem Erschöpfungstod. Eine Super-Idee! http://www.callabike-interaktiv.de/kundenbuchung/Über das Abendessen an dem Tag schweige ich mich aus: mea culpa !
Aber dann zurück ins Hotel, Tickets und warme Jacken und Decke holen für den Abend: das zentrale Erlebnis unseres Aufenthalts: pyromale2007! Auf dem Maifeld hinter dem Olympiastadion waren Tribünen aufgebaut, jede Menge Futter- und Getränkezelte und dazwischen Leute ohne Ende. Mit etwas Verspätung und inzwischen doch schon sehr kalt geworden, startete dann das Feuerwerk. Aber das war zittern und beben wert: superschööön wars! Eine tolle Idee von Tom.
Am Sonntag haben wir dann unsere Stunden gemütlich abgeschlossen bei einem sehr umfangreichen brunch am Kollwitzplatz. Noch eine Karte für Opi schreiben. Dann fuhr Tom uns zum Flugplatz zurück und jetzt war Abschied angesagt (wenns dumm läuft, bis Weihnachten). Abschied muss schnell gehen ... das mit den Tränen krieg ich sonst nicht in den Griff. Ich mag meine Kids halt - und dann gehört das dazu. Und ich freu mich schon auf das nächste Treffen.
Mit meinen "Kleinen" noch was getrunken und dann "durfte" Nadine wieder fliegen. Aber die Sicht war besser und so hat es ihr diesmal schon fast gut gefallen. Der Rückweg war - dank des guten Parkplatzes von Matthias in Stuttgart - dann kein Problem mehr.



