Posts mit dem Label Heimat werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Heimat werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 29. April 2010

Blütenrausch auf der Mainau

Das hatte ich mir schon lange vorgenommen: einen Ausflug auf die Insel Mainau. Und es war wirklich höchste Zeit, denn die Tulpen und Narzissen fangen so langsam schon an, zu verblühen. Aber es war immer noch ein unbeschreiblich herrliches Blütenmeer. Und nicht nur die Farben betörten, sondern auch die unendliche Duftfülle und -vielfalt, Hyazinten, Frühlingsjasmin, Tulpen, Narzissen, die frischen Triebe der Tannen ....

Begrüßt wurde ich gleich von den Blumenenten und dem Pfau. Alles liebevoll gestaltet mit Stiefmütterchen.



Dann führte mich der Weg direkt ins Schmetterlingshaus, darauf war ich schon lange neugierig - und ich wurde nicht enttäuscht. Prachtexemplare flatterten in allen Farben, Formen und Größen an mir vorbei. Aber nur wenige ließen sich ruhig auf den Blüten nieder, um mich fotografieren zu lassen.



Und mittendrin das Nest der kleinen Zebrafinken. Mama war am Brüten und Papa flog fleißig hin und her, um Futter und Polstermaterial zu holen.



Was wäre ein Frühling auf der Mainau ohne die Tulpe und ihre Begleiter.

Vor allem die Tulpen begeistern mit ihrer Farben- und Formenvielfalt und lassen uns so die Tristess des Winters endgültig vergessen.

Alljährlich pflanzen die Gärtner der Mainau annährend 400 verschiedene Tulpensorten in Beete und WIesenflächen. Vor allem die weitläufigen Tulpenwiesen in der Frühlingsallee stellen dabei eine Einmaligkeit dar. Alleine in den Wiesen an der Südflanke der Mainau werden alljährlich über 100.000 Tulpenzwiebeln gepflanzt.

So ist für jeden Besucher etwas dabei, egal, ob man es nun farbig, bunt und üppig mag oder eher romantisch verspielt und zurückhaltend.





Ich ließ mir viel Zeit und freute mich an den vielen Farben und Arten. Unvorstellbar für einen Hobbygärtner! Und dann lockte mich doch das Palmenhaus mit seinen Orchideen wieder aus der Sonne.

Die jährlich präsentierte Orchideenausstellung im Palmenhaus gilt als eine der bedeutendsten Europas.

Rund 3000 Orchideen sind kunstvoll arrangiert – Cymbidien, Phalaenopsis- Hybriden, Cattleyen und kostbare Wildformen – und machen die ganze Farben- und Formenpracht dieser faszinierenden Gattung erlebbar. Manche sind nahezu durchsichtig, andere schimmern in sattem Violett, nicht wenige verströmen einen betörenden Duft. Alle zusammen verwandeln sie das formschöne und monumentale Glashaus in einen aufregenden Dschungel.



Ich wusste gar nicht, dass es sooo viele verschiedene Sorten Orchideen gibt. Es war wunderschön!

Aber dann wieder raus in den Frühling. Und immer wieder die Kombination Pflanzen und Wasser:



150 Fotos später wurde es dann doch Abend und auf der Insel wurde es ruhiger. Die Besucher strömten dem Ausgang zu. Die Schiffe legten ab und die Busse fuhren heim. Ein kurzer Plausch mit einer Gärtnerin, die die verblühten Blütenstände abmähte. Noch eine ruhige Stunde auf einer Bank mit Blick über die Blütenpracht auf den See, nochmals schauen, alles aufnehmen ... und dann selbst wieder heimfahren.

Dienstag, 27. April 2010

Frühlingstag in Weingarten

Jetzt lebe ich schon sooo lange hier in der Bodenseeregion. Aber in der Basilika Weingarten war ich bislang nie. Da es Elli genauso ging, sind wir heute hingefahren. Es war ein wunderschöner Frühlingstag, die Bäume blühten schon und die Basilika begrüßte uns schon von Weitem:



Hoch oben auf dem Martinsberg, die Stadt Weingarten überragend, liegt „Schwäbisch St. Peter“, Deutschlands größte Barockbasilika. Sie ist kühl und mächtig, ein Monument des Glaubens. Der Beiname kommt nicht von ungefähr, besitzt das barocke Meisterwerk doch nahezu exakt die Hälfte der Ausmaße des Peterdoms in Rom.



In nur neun Jahren (1715 bis 1724) wurde die Kirche unter Abt Sebastian Hyller zur Verehrung und Anbetung der Heilig-Blut-Reliquie, die im Altar unter der Kuppel zu sehen ist, erbaut. Wer die Basilika betritt, spürt einen Hauch von Unendlichkeit. Lichter Stuck harmoniert mit kunstvollen Fresken von Cosmas Damian Asam (1718 bis 1720); der Hochaltar, das Chorgestühl von Josef Anton Feuchtmayer und das goldene Chorgitter vereinigen sich in vollendeter Pracht.



Nicht zu vergessen: Die berühmte Orgel von Joseph Gabler, bei deren Bau weder Kosten noch Mühen gescheut wurden. Ein Aufwand, der sich gelohnt hat: Meisterlich in die Fenster der Westfassade arrangiert, verzaubert sie mit ihren 6666 Pfeifen und der geheimnisvollen „Vox humana“ Betrachter wie Zuhörer gleichermaßen. Tief unten in den Gewölben birgt eine Gruft neun Mitglieder des Welfenhauses, darunter die Klostergründer Welf der IV. und seine Gemahlin Judith.

Ich gestehe: den Fotoapparat hatte ich nicht dabei und so sind Bilder und Texte eine Anleihe der Internetseite der Basilika.

Sonntag, 10. Februar 2008

Fasnet 2008









Dieses Jahr war die Fasnet kurz, aber scheee.

Hab ich Euch hiermit Appetit drauf gemacht?

Samstag, 20. Oktober 2007

Dieses Jahr genieße und erlebe ich den Herbst


nachdem diese wunderschöne Jahreszeit im letzten Jahr arbeitsbedingt total an mir vorübergegangen war, bin ich dieses Jahr doch aufmerksamer und genieße die sonnigen, bunten Herbsttage ganz bewusst. Heute hatten wir unseren ersten Ausflug mit dem Schwäbischen Albverein und es war so richtig schön! Das Wetter hat das seine dazu getan: beim Aussteigen aus dem Auto fielen die ersten Schneegraupeln, aber dann kam die Sonne wieder raus und wärmte trotz der niederen Temperaturen. Mit langen, flachen Schritten ließen wir den dicken Laubteppich unter unseren Schuhen rascheln und die kleinen, dürren Äste, die dabei zerbrachen, knackten im Takt dazu. Kindheitsträume - ohne die mahnenden Worte der Eltern: Kind, nun heb doch die Füße beim Laufen !
Die Blätter strahlten in allen Gelb- und Rottönen und die Landschaftskonturen waren dank des klaren Tages wunderbar scharf und kontrastreich. Und mit ca. 10 km war es auch fast eine erholsame Wanderung ohne Belastung.


Anschließend noch Nadine abgeholt und Matthias beim Fußballspielen in Altheim zugeschaut. Zeit für einen kleinen Frauenplausch und eine heiße Schokolade. Und dann war der Tag auch schon wieder vorbei. Auf dem Heimweg noch frisches Brot vom Bauernhof und Kürbisse mitgenommen für ein leckeres Kürbismus mit Kerndlöl zum Abendessen. Schlemm .... Herbst ist doch auch was Schönes!

Sonntag, 14. Oktober 2007

Herbstwanderung im Donautal

Irene hatte uns zusammengetrommelt zu einer Herbstwanderung im Donautal.


Als wir im Frühsommer d.J. zum ersten Mal beim Volkswandertag teilnahmen, hatten wir festgestellt, dass dies doch eine sehr praktische Einrichtung ist: neue Wanderwege in fremden Gegenden kennenlernen, ohne eigene Vorbereitung, einfach loslaufen und genießen. 20 km waren auch diesmal wieder unsere Marke, obwohl: ab 15 km ist der Spaß eigentlich fast vorbei, ab da kämpfe ich gegen meinen eigenen inneren Schweinehund an - erfolgreich ! Und anschließend fühlt frau sich so richtig stolz, gut, erschöpft aber glücklich. So auch heute wieder: Start war in Laiz (ein Tip für Wanderfreunde: immer dem Pfeil in der vorgegebenen Richtung folgen und niemals dem Vordermann blind vertrauen!) - den Berg hoch, hinterm Grünen Zentrum vorbei Richtung Unterschmeien - Berg wieder runter.
Dann rauf in den Wald und den Ausblick am Teufelsfelsen genießen (leider wars heute durchgängig etwas diesig) und dann den schmalen aber gemütlichen Weg wieder runter nach Gutenstein.
Stempel holen und Handkäs-Dinnetle mit Most bei der Vesperstube Strobel genießen. Der Start war hart, die Stube war zu gemütlich - aber es warteten immer noch 9 km auf uns: an der Donau entlang - an Dietfurt vorbei und hoch nach Inzigkofen. Entlang der Klostermauer und dann noch kurz am Rand des Amalienparks vorbei. Keiner von uns war böse, dass dann "schon" die Kirche von Laiz auftauchte und der Endspurt mobilisierte Restkräfte. Wir waren bei den letzten, die eintrafen heute - aber wir waren auch bei den "nur" 90, die die 20 km gelaufen waren.

Fazit: es war so richtig scheeee ... und wenn es zeitlich klappt, laufen wir nächsten Samstag in Betenbrunn. Den wunderschönen Herbst wollen wir auf jeden Fall noch ausnützen!

Samstag, 29. September 2007

Höhlen und Höhlenburgen im Donautal

Heute mal wieder was anderes als Büro, Hausarbeit und Bienenallergie. Nachdem ich wieder in meine Wanderschuhe passe, habe ich es heute endlich geschafft, mich mit einem echten Beuroner zu treffen, der mir einen langjährigen Wunsch erfüllte: er zeigte mir eine versteckte Höhle und eine Höhlenburg im Donautal.











Ein bissel kraxeln und schon hatte ich einen Einblick in eine Höhlenburg, die wohl zuletzt um 1500 von einem Einsiedler bewohnt wurde. Letzte Mauerreste, leere Auflagestellen für Holzbalken, immer noch zwei angedeutete Etagen und ein sehr guter Überblick über ein großes Teilstück des Donautals.

Treffpunkt für unser Unternehmen war Dietfurt. Hi Jungs (und Mädels) - erkennt Ihr die Stelle noch? Wir mussten bei unserer Kanutour im Sommer dort die Boote aus dem Wasser nehmen:











Und dann wurde es sehr komfortabel: der Zugang zur nächsten Höhle war nahezu ebenerdig, nur der Weg total überwuchert. Der Eingang war mit einem Eisentor gesichert gewesen, das Schloss aber mittlerweile abgerostet. Ein paar Steinschläge und wir konnten reingehen. Wir waren beide mit Taschenlampen ausgerüstet - und beide hatten wir nur noch Restbestände an Energie in unseren Batterien. Sehr schade ! ... aber das ruft dann nach Wiederholung.














Die Höhle war riesig groß, ebenfalls mehrgeschossig, totenstill ... keine Fledermaus, keine Maus, kein nix. Abgeteilt in mehrere Räume und ebenfalls erkennbar zweisgeschossig gewesen. Aber absolut unklar, was ursprünglich ihre Verwendung war. Ein rechteckiges "Fenster" hoch oben lässt aber ebenfalls auf eine Höhlenburg schließen, die vielleicht später von den Bauern als Lagerraum oder auch als Zuflucht genutzt wurde. Ja, unser Donautal hat bewegte Zeiten hinter sich.

Und da ich schon so weit gefahren war, konnte ich es nicht lassen, weiter nach Beuron durchzustarten und dort den Petersfelsen und die Petershöhle noch anzusehen. Ein kurzer Spaziergang durch den Herbstwald und schon konnte ich die letzten Meter noch über eine Holztreppe hochsteigen. Die Petershöhle war wohl eine Fluchthöhle für die Beuroner Patres gewesen. 26 m lang und 19 m breit (??? hoffentlich stimmts auch) und 9 m hoch. Die Frontmauer war hier ebenfalls abgebrochen, so dass man freie Sicht hätte (wenn der Wald nicht wäre). Eine Altarnische weist jedenfalls immer noch auf diese Art der Verwendung hin. Ein Ort der Ruhe und Stille, geheimnisvoll und mit vielen Fragezeichen versehen wie alle Höhlen. Ist es das, was mich so magisch anzieht?




























Alles in Allem ein wunderschöner Herbsttag !