Samstag, 29. September 2007

Höhlen und Höhlenburgen im Donautal

Heute mal wieder was anderes als Büro, Hausarbeit und Bienenallergie. Nachdem ich wieder in meine Wanderschuhe passe, habe ich es heute endlich geschafft, mich mit einem echten Beuroner zu treffen, der mir einen langjährigen Wunsch erfüllte: er zeigte mir eine versteckte Höhle und eine Höhlenburg im Donautal.











Ein bissel kraxeln und schon hatte ich einen Einblick in eine Höhlenburg, die wohl zuletzt um 1500 von einem Einsiedler bewohnt wurde. Letzte Mauerreste, leere Auflagestellen für Holzbalken, immer noch zwei angedeutete Etagen und ein sehr guter Überblick über ein großes Teilstück des Donautals.

Treffpunkt für unser Unternehmen war Dietfurt. Hi Jungs (und Mädels) - erkennt Ihr die Stelle noch? Wir mussten bei unserer Kanutour im Sommer dort die Boote aus dem Wasser nehmen:











Und dann wurde es sehr komfortabel: der Zugang zur nächsten Höhle war nahezu ebenerdig, nur der Weg total überwuchert. Der Eingang war mit einem Eisentor gesichert gewesen, das Schloss aber mittlerweile abgerostet. Ein paar Steinschläge und wir konnten reingehen. Wir waren beide mit Taschenlampen ausgerüstet - und beide hatten wir nur noch Restbestände an Energie in unseren Batterien. Sehr schade ! ... aber das ruft dann nach Wiederholung.














Die Höhle war riesig groß, ebenfalls mehrgeschossig, totenstill ... keine Fledermaus, keine Maus, kein nix. Abgeteilt in mehrere Räume und ebenfalls erkennbar zweisgeschossig gewesen. Aber absolut unklar, was ursprünglich ihre Verwendung war. Ein rechteckiges "Fenster" hoch oben lässt aber ebenfalls auf eine Höhlenburg schließen, die vielleicht später von den Bauern als Lagerraum oder auch als Zuflucht genutzt wurde. Ja, unser Donautal hat bewegte Zeiten hinter sich.

Und da ich schon so weit gefahren war, konnte ich es nicht lassen, weiter nach Beuron durchzustarten und dort den Petersfelsen und die Petershöhle noch anzusehen. Ein kurzer Spaziergang durch den Herbstwald und schon konnte ich die letzten Meter noch über eine Holztreppe hochsteigen. Die Petershöhle war wohl eine Fluchthöhle für die Beuroner Patres gewesen. 26 m lang und 19 m breit (??? hoffentlich stimmts auch) und 9 m hoch. Die Frontmauer war hier ebenfalls abgebrochen, so dass man freie Sicht hätte (wenn der Wald nicht wäre). Eine Altarnische weist jedenfalls immer noch auf diese Art der Verwendung hin. Ein Ort der Ruhe und Stille, geheimnisvoll und mit vielen Fragezeichen versehen wie alle Höhlen. Ist es das, was mich so magisch anzieht?




























Alles in Allem ein wunderschöner Herbsttag !

1 Kommentar:

Unknown hat gesagt…

Die Masse der Petershöhle - fast richteig,
Laut Örtlicher Schautafel sind es
25*16*9 Meter.

Gruss Mathias Feiler