
Ellys Wunsch war, Schloss Hohenschwangau zu besichtigen. Gestern hatte Imi noch die vielgerühmten Japanertouristen vermisst, heute sehen wir, wo sie alle sind: mehrreihige Warteschlangen stehen bis zum Parkplatz unten an und warten auf Einlass. Nein – das ist dann doch nichts für uns. Wir drehen um und reihen uns im Getümmel des Jazzfestivals in Füssen ein. Auch viele Besucher, aber direkt erholsam gegen die Schlösserschlange. Auch Füssen ist ein Städtchen mit ansprechendem Flair. Wir hören dem Gospelchor St.Lukas etwas zu und gehen dann aber weiter zur Spitalkirche Hl.Geist, die etwas versteckt am Stadtrand liegt. Besonders beeindruckend ist die Bemalung der Rokokofassade. Erbaut wurde diese Kirche 1748/1749 vom Architekten Franz Karl Fischer.

Wir hörten das Rauschen des Lechs und machten uns auf den Weg zur Brücke über den Lechfall.

Unmengen Wasser suchten tosend den Weg durch die Klamm. Trotzdem noch weit entfernt von den Hochwassermarken. Drohende dunkle Wolken und das ferne Grollen eines Gewitters ließen uns den Rückweg etwas schneller antreten und gerade noch vor dem starken Regenguss erreichten wir durstig und hungrig den Gasthof Krone, direkt hinter der Festbühne. Wir fanden einen Platz in einem offenen Durchgang, hörten von dort der Musik zu und sahen die Wassermengen, die der Himmel heute schon wieder über uns ausschüttete. Aber ein zünftiges, bayrisches Mahl stimmte uns versöhnlich. Und bis wir wieder abmarschbereit waren, war der Wasserspuk auch schon wieder vorbei.
Aber auf weitere Regenschauer konnte ich wirklich gut verzichten und so fuhr ich mit den Mädels heute schon wieder zurück. Regen und Kälte ist dann doch zuhause gemütlicher zu ertragen.

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