
Hoch oben auf dem Martinsberg, die Stadt Weingarten überragend, liegt „Schwäbisch St. Peter“, Deutschlands größte Barockbasilika. Sie ist kühl und mächtig, ein Monument des Glaubens. Der Beiname kommt nicht von ungefähr, besitzt das barocke Meisterwerk doch nahezu exakt die Hälfte der Ausmaße des Peterdoms in Rom.

In nur neun Jahren (1715 bis 1724) wurde die Kirche unter Abt Sebastian Hyller zur Verehrung und Anbetung der Heilig-Blut-Reliquie, die im Altar unter der Kuppel zu sehen ist, erbaut. Wer die Basilika betritt, spürt einen Hauch von Unendlichkeit. Lichter Stuck harmoniert mit kunstvollen Fresken von Cosmas Damian Asam (1718 bis 1720); der Hochaltar, das Chorgestühl von Josef Anton Feuchtmayer und das goldene Chorgitter vereinigen sich in vollendeter Pracht.

Nicht zu vergessen: Die berühmte Orgel von Joseph Gabler, bei deren Bau weder Kosten noch Mühen gescheut wurden. Ein Aufwand, der sich gelohnt hat: Meisterlich in die Fenster der Westfassade arrangiert, verzaubert sie mit ihren 6666 Pfeifen und der geheimnisvollen „Vox humana“ Betrachter wie Zuhörer gleichermaßen. Tief unten in den Gewölben birgt eine Gruft neun Mitglieder des Welfenhauses, darunter die Klostergründer Welf der IV. und seine Gemahlin Judith.
Ich gestehe: den Fotoapparat hatte ich nicht dabei und so sind Bilder und Texte eine Anleihe der Internetseite der Basilika.



