Dienstag, 27. April 2010

Frühlingstag in Weingarten

Jetzt lebe ich schon sooo lange hier in der Bodenseeregion. Aber in der Basilika Weingarten war ich bislang nie. Da es Elli genauso ging, sind wir heute hingefahren. Es war ein wunderschöner Frühlingstag, die Bäume blühten schon und die Basilika begrüßte uns schon von Weitem:



Hoch oben auf dem Martinsberg, die Stadt Weingarten überragend, liegt „Schwäbisch St. Peter“, Deutschlands größte Barockbasilika. Sie ist kühl und mächtig, ein Monument des Glaubens. Der Beiname kommt nicht von ungefähr, besitzt das barocke Meisterwerk doch nahezu exakt die Hälfte der Ausmaße des Peterdoms in Rom.



In nur neun Jahren (1715 bis 1724) wurde die Kirche unter Abt Sebastian Hyller zur Verehrung und Anbetung der Heilig-Blut-Reliquie, die im Altar unter der Kuppel zu sehen ist, erbaut. Wer die Basilika betritt, spürt einen Hauch von Unendlichkeit. Lichter Stuck harmoniert mit kunstvollen Fresken von Cosmas Damian Asam (1718 bis 1720); der Hochaltar, das Chorgestühl von Josef Anton Feuchtmayer und das goldene Chorgitter vereinigen sich in vollendeter Pracht.



Nicht zu vergessen: Die berühmte Orgel von Joseph Gabler, bei deren Bau weder Kosten noch Mühen gescheut wurden. Ein Aufwand, der sich gelohnt hat: Meisterlich in die Fenster der Westfassade arrangiert, verzaubert sie mit ihren 6666 Pfeifen und der geheimnisvollen „Vox humana“ Betrachter wie Zuhörer gleichermaßen. Tief unten in den Gewölben birgt eine Gruft neun Mitglieder des Welfenhauses, darunter die Klostergründer Welf der IV. und seine Gemahlin Judith.

Ich gestehe: den Fotoapparat hatte ich nicht dabei und so sind Bilder und Texte eine Anleihe der Internetseite der Basilika.

Samstag, 17. April 2010

17.4. - Ludwigshafen

Heute habe ich Markus das Geburtstagslicht nach Ludwigshafen gebracht. Alles steht in voller Blüte, seine Lieblingsfarbe blau strahlt über das ganze Viertel. Die Annemonen haben sich großzügig versämt. Zufällig kamen auch Berta und Stefanie gerade und so konnten wir noch einen kleinen Plausch halten.
Da das Wetter superschön war, verlockte es mich noch zu einem Spaziergang nach Bodman rüber. Der Seeweg war die reinste Rennstrecke: Fußgänger, Radler, Roller ...., deshalb bin ich den Rückweg ein Stück durch den "Dschungel" gegangen. Der Frühling lässt sich nicht mehr leugnen:



ok - erwischt. Die Fotos sind schon 2 Jahre alt. Aber heute hatte ich keinen Fotoapparat dabei und es sah fast gleich aus ;-)

Mittwoch, 7. April 2010

Frühlingausflug



Den wunderschönen Frühlingstag heute haben Elli, Irene und ich für einen Ausflug an den Bodensee genutzt: Auto in Hödingen abgestellt und zum Haldenhof spaziert. Vorbei an den Kirsch- und Apfelgärten - noch ein paar Tage und alles steht in voller Blüte. Immer mit Blick über den Bodensee - weit hinten schauen die immer noch schneebedeckten Berggipfel der Alpen zu uns herüber. Überragt vom Säntis. Erfrischungstrunk (Schock lass nach - hier kostet das Mineralwasser 6.40 Euro !) im Haldenhof und dann vorbei an der Bodensee-Wasserversorgung zurück zum Auto.

Samstag, 19. September 2009

Familienwochenende in Oppenau

Unser jährliches Familienwochenende führte uns dieses Jahr in den Schwarzwald. Wir waren übereingekommen, dass wir nicht sooo viel erleben wollen, sondern mehr Zeit miteinander verbringen. Kochen, essen, spielen, reden und ein bissel was Neues sehen.
Oppenau war dafür genial, hoch oben hatten wir ein Ferienhaus gemietet.



Ohne Navi hätten wir das nie gefunden, denn irgendwie waren wie im Nichts angekommen. Aber gerade deshalb war es sehr schön. Fernsicht am Tag und sternklare warme Nächte mit Sternschnuppenfall. Es gab Wunschessen Zwetschgenknödel und am nächsten Tag Raqulett. Wunderbarer herzhafter Speck von unserem Gastbauern, selbstgemachte Butter, frische Milch. Schlemm!

Ich hatte schon gar nicht mehr daran gedacht, dass ich an meinem Geburtstag nicht hier war und war umso überraschter, als die Kids heimlich eine Kaffeetafel deckten und sogar mit selbstgebackenem Geburtstagskuchen bestückten. Wow!



Und mein Geburtstagsgeschenk war ein Fotoframe. Die Jungs hatten Fotos aus ihrer Kindheit eingescannt und aufgespielt. Eine tolle Überraschung - danke!

Für Bewegung und Gaudi gabs vor dem Haus eine Tischtennisplatte und etwas höher gelegen ein Trampolin, auf dem die Kids sich bis zur Erschöpfung austobten.



Eine Spaziergang zum Kloster Allerheiligen, entlang des Wasserfalls, viele, viele Treppen hoch, hat uns allen viel Spaß gemacht, zumal auf dem Weg immer wieder Tafeln über Sagen und Legenden erzählten.
Die Wasserfälle Allerheiligen mit über 100 m hohen Felsabstürzen beigeistern den Wanderer, der über schmale Pfade, Holzbrücken und Treppen nahe an den zu Tal stürzenden Wassermassen hinauf steigt. Nach ca. 25 Minuten erreicht man die Klosterruine Allerheiligen - eines der frühesten gotischen Bauwerke Deutschlands. 1196 von Herzogin Uta von Schauenburg gestiftet, brannte die Klosteranlage 1804 ab, der Verfall begann. Die Ruine wurde als Steinbruch genutzt. Nach dem 2. Weltkrieg wurde mit der Erhaltung der Ruine begonnen.



Allerdings bekamen wir dann in der Gaststätte oben die denkbar schlechteste Schwarzwälder-Kirsch-Torte, die wir je gegessen hatten. Für den Rückweg zum Auto wählten wir dann eine andere Route, die uns an einigen, leider schon schwarz gewordenen, Bovisten vorbeiführte.

Am Sonntag fuhren wir dann noch gemeinsam auf die Schauenburg . Der kurze Aufstieg wurde mit einer wunderbaren Sicht ins Rheinland belohnt.





Nur zu schnell waren die zwei Tage wieder vergangen und ich freue mich schon aufs nächste Jahr. Da werden wir uns am Kaiserstuhl umsehen.

Donnerstag, 10. September 2009

Altersteilzeit erreicht - erste große Fahrt - Schweden

17. August: Fähre Sassnitz - Trelleborg
Nach einer sonnigen aber auch windigen Überfahrt nähern wir uns Trelleborg.



Unser erster Ausflug führt uns nach Malmö. Hier treffen Tradition und Moderne aufeinander - und harmonisieren.


Nach einem Erholungstag geht es weiter über Kristianstad nach Urshult.



Je näher Urshult rückt, umso mehr "schwedelt" es - weitläufige Wälder unterbrochen von Seen und Wasserläufen, vereinzelt die typischen Lego-Häuser, die von schmalen, ungeteerten Seitenwegen aus erschlossen sind.

Altersteilzeit erreicht - Schweden Öland

Für die große Badeinsel der Schweden und ihres Königshauses sind mehrere Tage vorgesehen.
Die Überfahrt geht über ein sehr beeindruckendes Brückenbauwerk.



Tagesausflug in den Norden von Öland - ein dünn besiedeltes Gebiet mit urigen Wäldern und Ufern. Die Wahlheimat vieler Zugvögel.



Die vielen kleinen Dörfer pflegen ihre alten Friedhöfe und Kirchen.



Aber auch der Süden und Ölands Mitte hatten vieles zu zeigen.
z.B. das Freilichtmuseum Himmelsberga. Ein altes Bauerndorf. Die Türen so niedrig, dass auch ich mich bücken musste, um mir den Kopf nicht anzuschlagen. In der guten Stube des Herrenhauses waren die Wände handbemalt.


Andere Länder, andere Sitten: die Post wird hier nicht so exclusiv an die Häuser gebracht. Die Briefkästen befinden sich sehr zentral direkt an der Straße und der Postbote fährt mit seinem Auto direkt hin. Er hat - ganz englisch - seinen Fahrersitz auf der rechten Seite und muss zum Verteilen der Briefe nicht mal aussteigen. Und - typisch schwedisch - auch die Briefkästen sind mit Blumen geschmückt und liebevoll gestaltet.



Und natürlich durfte auch ein Ausflug nach Kalmar nicht fehlen.
Vor dem Wasserschloss stand der Beweis dafür, dass es wirklich Trolle und Gnomen gibt:




"Spa & Relax" bei der Fahrradrunde durch Kalmar. Das ist ganz einfach die öffentliche Toilette.

von Öland weiter nach Jönköping

Aber bei all den Schönheiten und dem Zauber des Landes will ich doch das Ziel Stockholm nicht aus den Augen lassen. Also gehts weiter: nächste Station jönköping .
Die Sophienkirche verbindet auf überraschende und ganz andere Weise den traditionsträchtigen Baustil mit der Moderne: hier können die Spenden in der Kirche für den Umbau gleich über den Terminal abgebucht werden.



Wer Zündhölzer bisher achtlos benutzt hat, kann sich hier einen Einblick in die Entwicklungsgeschichte und Herstellung dieses Feuerhölzchens verschaffen. Kleine Anmerkung am Rande: es war eine Frau, die diesen Weg eingeschlagen hat.



Und auch von dieser Firma profitieren wir hier in Deutschland:



Nahezu eine eigene Stadt: Husqvarna. Wer kennt nicht die Nähmaschinen, Motorräder, Rasenmäher etc. ? Ein Rundgang durch das Museum war unvermeidlich. Da ich immer noch auf die Begegnung mit einem Elch wartete, sah ich hier zumindest mal sein Geweih an der Wand hängen.