Sonntag, 30. Mai 2010

Elsass im Frühsommer

4 Tage bei strahlendem Sonnenschein im Elsass! Diese Gegend hat für mich einen ganz besonderen Reiz und zieht mich immer wieder magisch an. Die weite Rhein-Ebene, die sanften Weinhügel und dahinter die Vogesen. Romantisch, ursprünglich, geschichtsträchtig, heimelig ... und immer wieder überraschend und anders. Und das alles natürlich am liebsten unter strahlend blauem Himmel.



Wenn man auf der Fahrt durch die Weinberge plötzlich wieder vor einem Soldatenfriedhof steht, wird Geschichte lebendig und die unbeschwerte Fröhlichkeit verwandelt sich urplötzlich in nachdenkliche Momente.



Zurück ins Heute: ein Gauklerfest auf der Hohlandsbourg ...



Das Elsass ist aber auch die Region Frankreichs mit den meisten Orgeln. In knapp 1000 Gemeinden gibt es 1350 Orgeln, von denen 176 zum nationalen Kulturgut erklärt wurden. Die meisten davon stammen aus der Zeit von 1700 bis 1850. Jeder zweite Orgelbauer Frankreichs wohnt im Elsass. Hier zwei wunderschöne Exemplare aus relativ kleinen Dorfkirchen:



Die Hoch-Königsburg hatten die Staufer hier - weithin sichtbar - bereits im 12. Jh. errichtet, wurde später aber mehrmals durch Kriege und Brände zerstört. Im 19. Jh. ließ Kaiser Wilhelm II die Ruine so wieder aufbauen, wie man sich damals eine mittelalterliche Ritterburg vorstellte - gegen den erklärten Willen von Archäologen und Historikern. Das Ergebnis ist eines der umstrittensten Baudenkmäler des Elsass, von seinen Kritikern als "preußisches Disneyland" verspottet. Aber der Besuch hat sich trotzdem gelohnt. Ein beeindruckendes Bauwerk mit wunderbarer Rundum-Sicht.

Donnerstag, 29. April 2010

Blütenrausch auf der Mainau

Das hatte ich mir schon lange vorgenommen: einen Ausflug auf die Insel Mainau. Und es war wirklich höchste Zeit, denn die Tulpen und Narzissen fangen so langsam schon an, zu verblühen. Aber es war immer noch ein unbeschreiblich herrliches Blütenmeer. Und nicht nur die Farben betörten, sondern auch die unendliche Duftfülle und -vielfalt, Hyazinten, Frühlingsjasmin, Tulpen, Narzissen, die frischen Triebe der Tannen ....

Begrüßt wurde ich gleich von den Blumenenten und dem Pfau. Alles liebevoll gestaltet mit Stiefmütterchen.



Dann führte mich der Weg direkt ins Schmetterlingshaus, darauf war ich schon lange neugierig - und ich wurde nicht enttäuscht. Prachtexemplare flatterten in allen Farben, Formen und Größen an mir vorbei. Aber nur wenige ließen sich ruhig auf den Blüten nieder, um mich fotografieren zu lassen.



Und mittendrin das Nest der kleinen Zebrafinken. Mama war am Brüten und Papa flog fleißig hin und her, um Futter und Polstermaterial zu holen.



Was wäre ein Frühling auf der Mainau ohne die Tulpe und ihre Begleiter.

Vor allem die Tulpen begeistern mit ihrer Farben- und Formenvielfalt und lassen uns so die Tristess des Winters endgültig vergessen.

Alljährlich pflanzen die Gärtner der Mainau annährend 400 verschiedene Tulpensorten in Beete und WIesenflächen. Vor allem die weitläufigen Tulpenwiesen in der Frühlingsallee stellen dabei eine Einmaligkeit dar. Alleine in den Wiesen an der Südflanke der Mainau werden alljährlich über 100.000 Tulpenzwiebeln gepflanzt.

So ist für jeden Besucher etwas dabei, egal, ob man es nun farbig, bunt und üppig mag oder eher romantisch verspielt und zurückhaltend.





Ich ließ mir viel Zeit und freute mich an den vielen Farben und Arten. Unvorstellbar für einen Hobbygärtner! Und dann lockte mich doch das Palmenhaus mit seinen Orchideen wieder aus der Sonne.

Die jährlich präsentierte Orchideenausstellung im Palmenhaus gilt als eine der bedeutendsten Europas.

Rund 3000 Orchideen sind kunstvoll arrangiert – Cymbidien, Phalaenopsis- Hybriden, Cattleyen und kostbare Wildformen – und machen die ganze Farben- und Formenpracht dieser faszinierenden Gattung erlebbar. Manche sind nahezu durchsichtig, andere schimmern in sattem Violett, nicht wenige verströmen einen betörenden Duft. Alle zusammen verwandeln sie das formschöne und monumentale Glashaus in einen aufregenden Dschungel.



Ich wusste gar nicht, dass es sooo viele verschiedene Sorten Orchideen gibt. Es war wunderschön!

Aber dann wieder raus in den Frühling. Und immer wieder die Kombination Pflanzen und Wasser:



150 Fotos später wurde es dann doch Abend und auf der Insel wurde es ruhiger. Die Besucher strömten dem Ausgang zu. Die Schiffe legten ab und die Busse fuhren heim. Ein kurzer Plausch mit einer Gärtnerin, die die verblühten Blütenstände abmähte. Noch eine ruhige Stunde auf einer Bank mit Blick über die Blütenpracht auf den See, nochmals schauen, alles aufnehmen ... und dann selbst wieder heimfahren.

Dienstag, 27. April 2010

Frühlingstag in Weingarten

Jetzt lebe ich schon sooo lange hier in der Bodenseeregion. Aber in der Basilika Weingarten war ich bislang nie. Da es Elli genauso ging, sind wir heute hingefahren. Es war ein wunderschöner Frühlingstag, die Bäume blühten schon und die Basilika begrüßte uns schon von Weitem:



Hoch oben auf dem Martinsberg, die Stadt Weingarten überragend, liegt „Schwäbisch St. Peter“, Deutschlands größte Barockbasilika. Sie ist kühl und mächtig, ein Monument des Glaubens. Der Beiname kommt nicht von ungefähr, besitzt das barocke Meisterwerk doch nahezu exakt die Hälfte der Ausmaße des Peterdoms in Rom.



In nur neun Jahren (1715 bis 1724) wurde die Kirche unter Abt Sebastian Hyller zur Verehrung und Anbetung der Heilig-Blut-Reliquie, die im Altar unter der Kuppel zu sehen ist, erbaut. Wer die Basilika betritt, spürt einen Hauch von Unendlichkeit. Lichter Stuck harmoniert mit kunstvollen Fresken von Cosmas Damian Asam (1718 bis 1720); der Hochaltar, das Chorgestühl von Josef Anton Feuchtmayer und das goldene Chorgitter vereinigen sich in vollendeter Pracht.



Nicht zu vergessen: Die berühmte Orgel von Joseph Gabler, bei deren Bau weder Kosten noch Mühen gescheut wurden. Ein Aufwand, der sich gelohnt hat: Meisterlich in die Fenster der Westfassade arrangiert, verzaubert sie mit ihren 6666 Pfeifen und der geheimnisvollen „Vox humana“ Betrachter wie Zuhörer gleichermaßen. Tief unten in den Gewölben birgt eine Gruft neun Mitglieder des Welfenhauses, darunter die Klostergründer Welf der IV. und seine Gemahlin Judith.

Ich gestehe: den Fotoapparat hatte ich nicht dabei und so sind Bilder und Texte eine Anleihe der Internetseite der Basilika.

Samstag, 17. April 2010

17.4. - Ludwigshafen

Heute habe ich Markus das Geburtstagslicht nach Ludwigshafen gebracht. Alles steht in voller Blüte, seine Lieblingsfarbe blau strahlt über das ganze Viertel. Die Annemonen haben sich großzügig versämt. Zufällig kamen auch Berta und Stefanie gerade und so konnten wir noch einen kleinen Plausch halten.
Da das Wetter superschön war, verlockte es mich noch zu einem Spaziergang nach Bodman rüber. Der Seeweg war die reinste Rennstrecke: Fußgänger, Radler, Roller ...., deshalb bin ich den Rückweg ein Stück durch den "Dschungel" gegangen. Der Frühling lässt sich nicht mehr leugnen:



ok - erwischt. Die Fotos sind schon 2 Jahre alt. Aber heute hatte ich keinen Fotoapparat dabei und es sah fast gleich aus ;-)

Mittwoch, 7. April 2010

Frühlingausflug



Den wunderschönen Frühlingstag heute haben Elli, Irene und ich für einen Ausflug an den Bodensee genutzt: Auto in Hödingen abgestellt und zum Haldenhof spaziert. Vorbei an den Kirsch- und Apfelgärten - noch ein paar Tage und alles steht in voller Blüte. Immer mit Blick über den Bodensee - weit hinten schauen die immer noch schneebedeckten Berggipfel der Alpen zu uns herüber. Überragt vom Säntis. Erfrischungstrunk (Schock lass nach - hier kostet das Mineralwasser 6.40 Euro !) im Haldenhof und dann vorbei an der Bodensee-Wasserversorgung zurück zum Auto.

Samstag, 19. September 2009

Familienwochenende in Oppenau

Unser jährliches Familienwochenende führte uns dieses Jahr in den Schwarzwald. Wir waren übereingekommen, dass wir nicht sooo viel erleben wollen, sondern mehr Zeit miteinander verbringen. Kochen, essen, spielen, reden und ein bissel was Neues sehen.
Oppenau war dafür genial, hoch oben hatten wir ein Ferienhaus gemietet.



Ohne Navi hätten wir das nie gefunden, denn irgendwie waren wie im Nichts angekommen. Aber gerade deshalb war es sehr schön. Fernsicht am Tag und sternklare warme Nächte mit Sternschnuppenfall. Es gab Wunschessen Zwetschgenknödel und am nächsten Tag Raqulett. Wunderbarer herzhafter Speck von unserem Gastbauern, selbstgemachte Butter, frische Milch. Schlemm!

Ich hatte schon gar nicht mehr daran gedacht, dass ich an meinem Geburtstag nicht hier war und war umso überraschter, als die Kids heimlich eine Kaffeetafel deckten und sogar mit selbstgebackenem Geburtstagskuchen bestückten. Wow!



Und mein Geburtstagsgeschenk war ein Fotoframe. Die Jungs hatten Fotos aus ihrer Kindheit eingescannt und aufgespielt. Eine tolle Überraschung - danke!

Für Bewegung und Gaudi gabs vor dem Haus eine Tischtennisplatte und etwas höher gelegen ein Trampolin, auf dem die Kids sich bis zur Erschöpfung austobten.



Eine Spaziergang zum Kloster Allerheiligen, entlang des Wasserfalls, viele, viele Treppen hoch, hat uns allen viel Spaß gemacht, zumal auf dem Weg immer wieder Tafeln über Sagen und Legenden erzählten.
Die Wasserfälle Allerheiligen mit über 100 m hohen Felsabstürzen beigeistern den Wanderer, der über schmale Pfade, Holzbrücken und Treppen nahe an den zu Tal stürzenden Wassermassen hinauf steigt. Nach ca. 25 Minuten erreicht man die Klosterruine Allerheiligen - eines der frühesten gotischen Bauwerke Deutschlands. 1196 von Herzogin Uta von Schauenburg gestiftet, brannte die Klosteranlage 1804 ab, der Verfall begann. Die Ruine wurde als Steinbruch genutzt. Nach dem 2. Weltkrieg wurde mit der Erhaltung der Ruine begonnen.



Allerdings bekamen wir dann in der Gaststätte oben die denkbar schlechteste Schwarzwälder-Kirsch-Torte, die wir je gegessen hatten. Für den Rückweg zum Auto wählten wir dann eine andere Route, die uns an einigen, leider schon schwarz gewordenen, Bovisten vorbeiführte.

Am Sonntag fuhren wir dann noch gemeinsam auf die Schauenburg . Der kurze Aufstieg wurde mit einer wunderbaren Sicht ins Rheinland belohnt.





Nur zu schnell waren die zwei Tage wieder vergangen und ich freue mich schon aufs nächste Jahr. Da werden wir uns am Kaiserstuhl umsehen.