Das hatte ich mir schon lange vorgenommen: einen Ausflug auf die
Insel Mainau. Und es war wirklich höchste Zeit, denn die Tulpen und Narzissen fangen so langsam schon an, zu verblühen. Aber es war immer noch ein unbeschreiblich herrliches Blütenmeer. Und nicht nur die Farben betörten, sondern auch die unendliche Duftfülle und -vielfalt, Hyazinten, Frühlingsjasmin, Tulpen, Narzissen, die frischen Triebe der Tannen ....
Begrüßt wurde ich gleich von den Blumenenten und dem Pfau. Alles liebevoll gestaltet mit Stiefmütterchen.

Dann führte mich der Weg direkt ins
Schmetterlingshaus, darauf war ich schon lange neugierig - und ich wurde nicht enttäuscht. Prachtexemplare flatterten in allen Farben, Formen und Größen an mir vorbei. Aber nur wenige ließen sich ruhig auf den Blüten nieder, um mich fotografieren zu lassen.

Und mittendrin das Nest der kleinen Zebrafinken. Mama war am Brüten und Papa flog fleißig hin und her, um Futter und Polstermaterial zu holen.

Was wäre ein Frühling auf der Mainau ohne die Tulpe und ihre Begleiter.
Vor allem die Tulpen begeistern mit ihrer Farben- und Formenvielfalt und lassen uns so die Tristess des Winters endgültig vergessen.
Alljährlich pflanzen die Gärtner der Mainau annährend 400 verschiedene Tulpensorten in Beete und WIesenflächen. Vor allem die weitläufigen Tulpenwiesen in der Frühlingsallee stellen dabei eine Einmaligkeit dar. Alleine in den Wiesen an der Südflanke der Mainau werden alljährlich über 100.000 Tulpenzwiebeln gepflanzt.
So ist für jeden Besucher etwas dabei, egal, ob man es nun farbig, bunt und üppig mag oder eher romantisch verspielt und zurückhaltend.


Ich ließ mir viel Zeit und freute mich an den vielen Farben und Arten. Unvorstellbar für einen Hobbygärtner! Und dann lockte mich doch das Palmenhaus mit seinen Orchideen wieder aus der Sonne.
Die jährlich präsentierte Orchideenausstellung im Palmenhaus gilt als eine der bedeutendsten Europas.
Rund 3000 Orchideen sind kunstvoll arrangiert – Cymbidien, Phalaenopsis- Hybriden, Cattleyen und kostbare Wildformen – und machen die ganze Farben- und Formenpracht dieser faszinierenden Gattung erlebbar. Manche sind nahezu durchsichtig, andere schimmern in sattem Violett, nicht wenige verströmen einen betörenden Duft. Alle zusammen verwandeln sie das formschöne und monumentale Glashaus in einen aufregenden Dschungel.

Ich wusste gar nicht, dass es sooo viele verschiedene Sorten Orchideen gibt. Es war wunderschön!
Aber dann wieder raus in den Frühling. Und immer wieder die Kombination Pflanzen und Wasser:

150 Fotos später wurde es dann doch Abend und auf der Insel wurde es ruhiger. Die Besucher strömten dem Ausgang zu. Die Schiffe legten ab und die Busse fuhren heim. Ein kurzer Plausch mit einer Gärtnerin, die die verblühten Blütenstände abmähte. Noch eine ruhige Stunde auf einer Bank mit Blick über die Blütenpracht auf den See, nochmals schauen, alles aufnehmen ... und dann selbst wieder heimfahren.