Freitag, 25. Juni 2010

nächste Etappe: Waltenheim

Nach einigen Navi-Verwirrungen lasse ich dann Strassburg doch endlich hinter mir und die Fahrt führt durch etliche kleine und schmucke Dörfer nach Waltenheim. Dort gibt es einen Stellplatz direkt an einer kleinen Schleuse. Der kleine Ufergrünstreifen gehört zur angrenzenden Wirtschaft und so gehe ich erst mal vespern. Bei der Hitze genieße ich eine Tellersülze und ein eiskaltes Radler. Die Wirtin ist ausgesprochen freundlich und auskunftsfroh und erzählt gleich über das Dorf, die Geschichte und erklärt uns das "Hexenhaus" gegenüber. Ein kleines, schön renoviertes Häusle, über und über mit der Geschichte von Hänsel und Gretel bemalt. Sieht lustig aus und ist die Touristenatraktion hier in dem kleinen Ort. Ich mache einen Bummel durch den kleinen, alten Ort, bewundere die renovierten und auch die fast zerfallenen Fachwerkhäuser, freue mich an den bunten Gärten, den Katzen in den Fenstern und den Hunden in den Eingängen. Zurück am Kanal hole ich Tisch und Stuhl heraus und beobachte einige Schiffe, die sich der Schleuse anvertrauen. Mit einem der Kapitäne unterhalte ich mich, während er auf die richtige Wasserhöhe wartet: Ich bin überrascht - auf nur ca. 30 km seiner Flussstrecke hat er über 30 Schleusen zu überwinden. Da reicht die Zeit gerade mal für 1 Fahrt am Tag. So langsam senkt sich die Nacht über das Wasser und mir fallen die Augen zu. Ich verschwinde in mein Bett
und lasse mich vom Rauschen des Kanals in den Schlaf begleiten.

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